|
75 Jahre

Schwimm-Club "Aegir" Essen
gegründet 1908 e.V.
Vereinsgeschichte
Der Anfang
Zu Beginn dieses Jahrhunderts fanden sich einige gleichgesinnte junge
Leute aus Essen-West zusammen, um mit Knotenstock und Ränzel die
Heimat kennen zu lernen. Das Wasser hatte es ihnen angetan. Schwimmen
wurde ihnen so zur Leidenschaft, dass sie beschlossen, diesen schönen
Sport vereinsmäßig zu betreiben.
In einem Lokal, weit vor den Toren der Stadt, dem sogenannten
"Frohnhauser-Ende", war der Verein von den Gründern aus
der Taufe gehoben worden. Der Verein nannte sich
"Schwimm-Club Essen-West 1908".

Als Vereinssymbol wählte man ein Wappen in den Farben
Blau-Weiß-Gelb, umrahmt von einem Rettungsring, welches auch heute
noch gilt.
Wöchentlich ein- bis zweimal gingen die Vereinsmitglieder
geschlossen zur Badeanstalt in der Steeler Straße und vervollkommneten
unter sachkundiger Anleitung einiger Mitglieder ihre schwimmerischen Fähigkeiten.
Im Sommer wurden dann die erworbenen Kenntnisse im offenen Wasser erprobt.
Man wanderte zur Ruhr nach Rellinghausen und vergnügte sich dort
mit Schwimmen und Ballspielen.
Es war ein ungewohntes Bild, in aller Öffentlichkeit
zu schwimmen. Bezeichnend für die Einstellung der damaligen Zeit
zum Schwimmsport war es, dass eines Tages in einer Essener Zeitung ein
Artikel stand, in Rellinghausen triebe sich auf den Ruhrwiesen sonntags
eine Anzahl junger Burschen umher, die nur mit einer Badehose bekleidet
seien; die Polizei möge dort einmal nach dem Rechten sehen.
Dort in Rellinghausen fand auch das erste interne Schwimmfest
statt. Allerdings war die Sache noch recht primitiv. Man schwamm von Kilometerstein
zu Kilometerstein, die Zeitnehmer liefen mit der Taschenuhr in der Hand
nebenher.
War es mit dem Schwimmen im Freien vorbei, wurde wieder
fleißig gewandert. Später ging man dazu über, zum "Entenfang"
nach Duisburg-Wedau zu wandern und dort zu schwimmen.
Nach kurzem Bestehen des neuen Vereins schloß man
sich dem Deutschen Schwimmverband an, der das Schwimmen auf sportlicher
Grundlage betrieb. Hermann Falteich übernahm die technische Leitung
des Vereins und brachte ihn schon in den ersten Jahren seines Bestehens
zu großen sportlichen Erfolgen. Vom ersten Schwimmfest, auf dem
der junge Verein startete, einem Internationalen Schwimmfest in Krefeld
im Jahre 1908, brachte man einen 1. Preis im Brustschwimmen, einen 1.
Preis im Seiteschwimmen und je einen 2. und 3. Preis im Rücken- und
Kraulschwimmen mit nach Hause. Dabei muß man bedenken, dass der
junge Verein noch nicht einmal eine eigene Übungsstunde hatte. Erfolg
reihte sich an Erfolg, und es gab kein Schwimmfest in Westdeutschland,
bei dem der "Schwimm-Club Essen-West 1908" nicht hervorragend
abschnitt.
Am 30. April 1911 veranstaltete der junge Verein selbst
das erste internationale Schwimmfest in der Badeanstalt an der Steeler
Straße. Bei diesem Fest sollten auch Damen schwimmen. Da bis dahin
in Essen noch nie Damen öffentlich gestartet waren, wurde dies auch
jetzt von der Essener Stadtverwaltung wegen Gefährdung der Sittlichkeit
verboten.
Im Juli 1912 fuhren unsere Mitglieder Karl Gring, Wilhelm
Dohmann und Fritz Schäfer zu den Deutschen Schwimmeisterschaften
nach Hamburg. Karl Gring konnte hier den 2. Platz im Rückenschwimmen
belegen.
Der größte Erfolg der Vorkriegsjahre wurde bei einem internationalen
Schwimmfest in Köln errungen, wo es gelang, in einer Bruststaffel
die besten Mannschaften, Magdeburg 1896 und den Brüsseler Schwimmverein,
zu schlagen.
Sie hatten sich in Köln für einen Leistungsvergleich
getroffen und wurden dabei überraschend von dem jungen Essener Verein
nach härtestem Kampfe nieder gerungen.
Das Friedrichsbad, so sah es bis zur Zerstörung im 2. Weltkrieg aus
Im Jahre 1912 wurde das Friedrichsbad, eine Stiftung der Familie Krupp,
eröffnet. Im neuen Friedrichsbad erhielt der "Schwimm-Club Essen-West
1908" nun endlich seine eigene Übungsstunde. Ein gewaltiger
Aufschwung, besonders in der Mitgliederzahl setzte ein.
An der Eröffnung des Stadions in Berlin nahmen wir mit unserer 1913
eingeweihten Standarte teil. Voller Stolz sahen die Essen-Wester, dass
sämtliche Abordnungen des Deutschen Schwimmverbandes hinter dieser
einzig vorhandenen Fahne am Kaiser vorbei ins Stadion marschierten. Diese
Standarte ist als wohlgelungenes Symbol erhalten geblieben.
Im Jahre 1914 wurde das erste größere Schwimmfest im jungen
Friedrichsbad veranstaltet. Hierzu stiftete die Familie Krupp einen wertvollen
Silberpokal - kurz Krupp-Pokal genannt - der bis 1937 als einziger Wanderpreis
für Einzelkämpfe innerhalb des Deutschen Schwimmverbandes ausgetragen
wurde. Er verzeichnete die damals besten deutschen Schwimmer als Sieger.

Es verdient erwähnt zu werden, dass unser Verein vor dem ersten Weltkrieg
eine der besten Brust- und Lagenstaffeln Westdeutschlands hatte, wobei
nicht vergessen werden darf, dass auch schon Wasserball gespielt wurde.
Kriegszeit
Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges wurden gleich 40 Mitglieder zum Wehrdienst
eingezogen. Das Friedrichsbad wurde im 2. Kriegsjahr geschlossen. Wer
noch daheim und nicht Soldat war, mußte im Bad an der Steeler Straße
die Übungsstunden besuchen, und als auch dieses Bad geschlossen wurde,
war wiederum der "Entenfang" in Duisburg-Wedau die einzige Übungsstätte.
In dieser Zeit waren es der 1. Vorsitzende Wh. Schillings mit seinem sportlichen
Leiter Franz Schneider, die den Verein zusammen hielten. Im Jahre 1919
konnte der "Schwimm-Club Essen-West 1908" die Vereinsarbeit
wieder aufnehmen. Eine Anzahl der Besten war allerdings im Kriege gefallen.
Ihnen wurde in der großer Empfangshalle des Friedrichsbades eine
Gedenktafel errichtet, die am 17. September 1922 während einer eindrucksvollen
Feier enthüllt wurde.
Wir schwimmen weiter
Am 8. Februar 1919 fand die erste Mitgliederversammlung nach dem Kriege
bei "Pottgiesser" statt. Zu dem Zeitpunkt war der Mitgliederbestand
auf 125 zurückgegangen. Doch Begeisterung und Zusammenhalt waren
geblieben und bildeten in den folgenden Jahren die Grundlage für
eine ungewöhnliche Regsamkeit auf allen Gebieten. Im August des gleichen
Jahres wurde das 1. Nationale Schwimmfest nach dem Kriege mit großem
Erfolg durchgeführt.
Im November 1919 fand ein Schwimmfest in Ruhrort statt, zu welchem der
Club für den Wanderpreis, auf den er seit 1909 Anwartschaft hatte,
gemeldet war. Aber am Tage des Schwimmfestes streikten sämtliche
Verkehrsunternehmen. Die Staffelmannschaft und einige Schlachtenbummler
machten sich darauf kurzentschlossen zu Fuß auf, stapften stundenlang
durch tiefen Schnee nach Duisburg-Ruhrort, holten den ersten Preis und
gingen dann wieder zu Fuß nach Essen zurück. Ein Beispiel dafür,
welche Begeisterung die Schwimmer beseelte.
Im Jahre 1920 konnte durch die starke Zunahme der jugendlichen Mitglieder
ein zweiter Übungsabend im Friedrichsbad belegt werden, und 1921
wurde nach Verhandlungen mit der Gesellschaft "Heimaterde" in
deren Freibad montags ein weiterer Übungsabend eingerichtet.
Schwimmerisch hatte man in der Zeit nach der Inflation weiterhin schöne
Erfolge in Einzel- und Staffelwettbewerben errungen. In der Ruhrstaffel
über 20 km wurde der Schwimm-Club Essen-West 1908 einmal Erster und
fast immer Zweiter.
Fritz Höhner, Willi Offermann, Hermann Gockel, August Lapschies
und aus unserer Jugendmannschaft Willi Märkel, Fritz Meyer, Günter
Reiferscheidt, Helmut Hirschmann, Karl Niederprüm, Ede und Gustav
Mikat, Fritz Willach u. a. hatten sich in dieser Zeit in den Vordergrund
geschoben und waren die erfolgreichsten Verteidiger der Farben des Clubs
geworden. Das Jugendspringen in Iserlohn sah Fritz Meyer als Sieger und
Westdeutscher Meister im Streckentauchen wurde Willi Offermann.
Am 3. Juni 1926 beschloß eine außerordentliche Mitgliederversammlung,
dem Schwimm-Club Essen-West 1908 den Namen "Aegir Essen" e.
V. gegr. 1908 zu geben.
Eine ausgesprochene Flaute bescherte das Jahr 1932 dem Verein. Durch
die allseitige Erwerbslosigkeit, von der die Bevölkerung in Essen-West
in hohem Maße betroffen war, wurde auch das sportliche Leben "Aegirs"
in Mitleidenschaft gezogen. So konnte wegen fehlender Mittel von der gerade
eingerichteten Übungsstunde im Freibad Brandsmühle kein Gebrauch
gemacht werden. Es fehlte an Geld für Veranstaltungen, weil die Vereinsleitung
die Unterstützung in Not geratener Mitglieder vorzog. Hinzu kam ferner,
dass die politischen Gegensätze der damaligen Zeit ebenfalls das
Vereinsklima trübten.
Im Dezember 1933 konnte der Verein trotz dieser durch die Zeit bedingten
Schwierigkeiten sein 25jähriges Bestehen in einer Jubiläumsfeier
in der Kronenberger-Bierhalle begehen.
Erst 1937 nach eingetretener Beruhigung und Besserung der gesamten Verhältnisse
konnte im Friedrichsbad wieder ein Nationales Schwimmfest durchgeführt
werden, an dem viele Deutsche Meisterinnen und Meister teilnahmen.
Der Anlaß dieses Schwimmfestes war das 25jährige Bestehen
des Friedrichsbades.
Insbesondere in den Jahren 1935 -1939 waren eine Reihe schöner Erfolge
zu verbuchen. So zum Beispiel beim Kreisfest 1937 zur Einweihung eines
Freibades in Essen-Kupferdreh, bei dem Theo Kumpmann über 100m Kraul
im 1:05,0 min. Meister wurde.
Im Juli 1938 gelang es auch, den Baldeneysee-Schild, einen heißumstrittenen
Wanderpreis für die Langstreckenprüfung "Quer durch den
Baldeneysee" zum dritten Male nacheinander und damit endgültig
zu gewinnen. Der See wurde an seiner breitesten Stelle, Strecke etwa 600m,
in Höhe des Strandbades durchschwommen. Jede Mannschaft startete
mit 10 Schwimmern.

Als einziger Kreisverein startete die Wasserballmannschaft in der damaligen
Gau-Liga. Bei den Kreismeisterschaften wurden vier Nachwuchsschwimmer
"Aegirs" Kreissieger, und zwar Wilh. Dohmann jun., Gustav Kuhnke,
Theo Kumpmann und Herbert Kerstin. Gustaf Kuhnke war mehrmals Gebietsmeister,
und bei den deutschen Jugendmeisterschaften in August 1936 in Frankfurt
gelang es ihm sogar, einen achtbaren vierten Platz und im Jahre darauf
einen 2. Platz zu erringen. Gustav Kuhnke war eines der großen Talente
in Schwimmsport und einer der besten Schwimmer, den "Aegir"
herausgebracht hatte. Bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften in Leipzig
schwamm er die 100 m Brust in 1:10,0, eine Zeit die ihn nur 0,5 sek. vom
damals gültigen Weltrekord trennte.
Von den Nachwuchsschwimmern dieser Zeit waren es weiterhin Günter
Schnurpfeil, Robert Hotten, Hans Geene, Hermann Baer, Hansi Dülks,
Alfred Keller, Alfred Veith, Reinhold Schleifenbaum, Günther Rosenau,
Dieter Selzer, Karl Skeb, Paul-Arthur und Willy Kirschbaum u. a., die
unter ihren Betreuern Otto Buschmann und Willi Reitmeier die Farben "Aegirs"
erfolgreich vertraten. Drei komplette Zehnermannschaften standen zur Verfügung,
es war also gute Breitenarbeit geleistet worden.
Zweiter Weltkrieg
In einer Zeit sportlicher und friedlicher Aufbauarbeit mit der man einen
gewissen Leistungsstand erreicht hatte und "Aegir" verheißungsvoll
in die Zukunft schauen konnte, brach Ende August 1939 der 2. Weltkrieg
aus. Viele Mitglieder, voran der 1 . Vorsitzende wurden einberufen und
die sportliche Arbeit trat immer mehr in den Hintergrund. Die Clubarbeit
wurde von den Zurückgebliebenen und der Jugend erledigt. Die Clubzeitung
wurde seltener und dann bald ganz eingestellt. Mit zunehmenden Bombenangriffen
wurde der Sportbetrieb immer schwieriger. Oft ging es bei einem Alarm
von der Halle aus in Badehose mit den Kleidern auf dem Arm in die im Keller
gelegenen Brauseräume. Zeitweise waren die Badeanstalten ganz geschlossen.
Zu neuem Leben
Als der Krieg 1945 beendet war, stand die Ruine des Friedrichsbades einsam
inmitten eines Trümmerfeldes. Langsam nur sammelten sich die Getreuen
wieder um die Blau-Weiß-Gelben Farben. Erst am 3. Februar 1946 konnte
die erste ordentliche Mitgliederversammlung stattfinden, zu der W. Tschirner,
der damalige Vereinsführer, 20 Mitglieder begrüßen konnte.
Da ein Sportbetrieb durch die von der Militärregierung herausgegebenen
Richtlinien noch nicht möglich war, beschloß man, in regelmäßigen
Zusammenkünften die Vereinsarbeit wieder aufleben zu lassen.
Dem Antrag einer Reihe von Frauen des früheren Damen-Schwimmvereins
1 91 2, innerhalb "Aegirs" eine Damenriege zu gründen,
um ihnen Gelegenheit zur Betätigung zu geben, wurde entsprochen,
und somit hatte der SC "Aegir" eine Damenabteilung.
Unter Führung von Erna Olbrich waren es Ella Schoppen, Gerda Merkel,
Elly Willach, Grete Nordmann, Grete Rekittke u. a., die den Stamm dieser
Damenabteilung bildeten. Teils waren es Ehefrauen der "Aegiraner",
teils solche, die es noch werden wollten. Sie wollten auch schwimmen,
eine Angelegenheit, die damals allgemein als noch nicht salonfähig
angesehen wurde.


Von Mitte 1945 bis 1946 wurde bei befreundeten Vereinen in Gelsenkirchen,
Gladbeck und Duisburg trainiert. Als dann das Altenessener Hallenbad wieder
seine Pforten öffnete, war es möglich, dort wieder einen Übungsbetrieb
in Gang zu bringen. Aber die räumlich zu weit abgelegene Halle und
die Teilung der Übungsstunden mit anderen Vereinen blieb ein Behelf.
Was lag näher, als den Wiederaufbau des Friedrichsbades mit allen
Mitteln zu betreiben, wobei "Aegiraner", vom Jüngsten bis
zum Ältesten und ebenso die Schwimmer van Waspo 1912 sich aktiv beteiligten.
Der neue Betriebsleiter der Städtischen Bäder setzte unsere
Vorstellungen durch, dass das Schwimmbecken von ehemals 23,48 m auf die
sportlich notwendige wettkampffähige Länge von 25 m gebracht
wurde.
Am 23. Juli 1949 war es dann so weit. In einer der Bedeutung des Tages
entsprechenden und von "Aegir" durchgeführten Eröffnungsveranstaltung
wurde das wiedererstandene Friedrichsbad seinem Zweck erneut zugeführt.
In einer von fast 1 200 Menschen besuchten, polizeilich gesperrten Halle,
in einem Hexenkessel ohnegleichen gelang es der Vereinsmannschaft "Aegirs",
die Auswahl sämtlicher Essener Vereine zu schlagen.
Das Freibad
Am 4. November 1951 beschloß eine außerordentliche Mitgliederversammlung
den Bau eines Freibades.
Der beständige Wunsch der Mitglieder, zielstrebige Verhandlungen
und der persönliche Einsatz und die Beharrlichkeit des langjährigen
1. Vorsitzenden Willi Tschirner führten schließlich zum ersehnten
Ziel.
Zum 1. Januar 1954 konnte ein 30-jähriger Pachtvertrag mit dem Mülheimer
Bergwerksverein über ein 20.000 qm großes Gelände an der
Nöggerathstraße in Essen-West abgeschlossen werden. Mit den
Entwurfsarbeiten wurde begonnen und auf dem Freibadgelände im freiwilligen
Arbeitseinsatz Außergewöhnliches geschaffen. Die Bauarbeiten
für das Lehr- und Nichtschwimmerbecken in einer Größe
von 25 x 50 m waren einem Unternehmer übertragen worden. Begleitet
durch die Selbsthilfe der Mitglieder vollzog sich der Aushub, die Verschalung,
die Verlegung der Drainagen, die Kies- und Aschebetonfüllungen bis
schließlich im Juli 1955 das Schwimmbecken fertiggestellt wurde.

Die Einzäunung des Geländes, Pappelanpflanzungen und der Bau
eines Vereinsheimes waren Eigenleistungen, die in zahlreichen Arbeitsstunden
erbracht wurden.
Bis Ende 1955 waren durch Eigenmittel, eigene und Unternehmerleistungen,
Sach- und Geldspenden ohne den Grundstückswert DM 108.000,- investiert
worden.
In der Folge wurde dieses Licht- und Luftbad das stete Wochenendziel
so mancher Aegiraner. Die Pflege der Anlage verlangte dauernden Einsatz;
jedoch kam dabei die Geselligkeit nicht zu kurz.

Die fünfziger Jahre
Mit dem neuen Friedrichsbad hatten wir unsere "alte" Übungsstätte
an traditioneller Stelle wiedererhalten. Waren wir bis dahin auch nicht
müßig gewesen, so konnte doch jetzt, da wir gewissermaßen
wieder "zu Hause" waren, an einem planmäßigen Aufbau
der Jugend- und Wettkampfmannschaften gedacht werden. Die Jugend fand
wieder zahlreich den Weg zu Aegir. Die Ausbildung unserer Schwimmer zeigte
im weiteren Verlauf eine gleichmäßige Aufwärtsentwicklung.
Unter der technischen Leitung von Theo Kumpmann, unterstützt von
Hansi Dülks, hatte sich eine Gemeinschaft von ca. 2 Dutzend jungen
Menschen zusammengefunden, die auch privat gute freundschaftliche Verbindungen
hielten.
Bei den Stadtjugendbestenkämpfen 1954 gewannen wir den Wanderpreis
der männlichen Jugend endgültig und waren durch den Gesamtsieg
bester Essener Schwimmverein. Ebenfalls 1954 wurde unsere Jugendmannschaft
im Wettkampf um die Leistungsurkunde des Deutschen Schwimmverbandes vierte
von allen Mannschaften im Bundesgebiet.
Es ist aber zu erkennen, dass die Bruststrecken gegenüber den anderen
Leistungen stark hervorstechen. Das Brustschwimmen ist zu einer Domäne
Aegirs geworden. Diese Stärke Aegirs trug schon bald ihre wohlverdienten
Früchte. Bei Westdeutschen Meisterschaften gelang es unseren Brustschwimmern
auf Medaillenränge zu schwimmen. Welch sportlichen Wert diese geschwommenen
Zeiten hatten, sollte die Zukunft zeigen. Immerhin sollte es 22 Jahre
dauern, bis Schwimmer aus den eigenen Reihen diese Marken überbieten
konnten.
Bei den Westdeutschen Meisterschaften 1956 im Friedrichsbad erreichte
Jürgen Zimmermann über 100 m Brust 1:15,0 min. Dies bedeutete
Deutsche Rekordzeit. (Zuvor geschwommene bessere Zeiten in dieser Disziplin
waren möglich, weil bis dahin beliebig viele Tauchzüge auf der
Strecke erlaubt waren.). Leider hatte dieser Rekord nicht lange Bestand,
denn am gleichen Tage wurde diese Zeit an anderer Stätte unterboten.
Für den Schwimm-Club herausragend war Dieter Buchbinder, genannt
"Ike", der in den Jahren 1956 bis 1958 die Vereinsbestenzeiten
über 100 m (1:02,9 min), 200 m (2:24,3 min) und 400 m Kraul (5:12,9
min) aufstellte.
Gute Kontakte wurden in diesen Jahren zu den Schwimmvereinen Gronau und
Stolberg entwickelt, die zum Teil bis zum heutigen Tage erhalten geblieben
sind.
Die Höhepunkte der schwimmsportlichen Erfolge waren in den Jahren
1956 bis 1958 erreicht. Der Name Aegirs hatte im gesamten westdeutschen
Raum einen guten Klang. Zu dieser Zeit waren wir in den Zehnbestenlisten
des DSV zu finden. Einzelschwimmer sowie Staffeln waren bei den Veranstaltungen
des WSV und des DSV beteiligt.
Fast die gesamte Mannschaft spielte gleichzeitig mit ebenso gutem Erfolg
Wasserball.
Eine Leistungssteigerung im Schwimmen war zum Ausklang der fünfziger
Jahre nicht mehr zu verzeichnen. Sicherlich war ein Grund in den geburtsschwachen
Jahrgängen aus den letzten Kriegsjahren und den ersten Nachkriegsjahren
zu suchen. Zum an deren war die bisherige Leistungsgruppe dem jugendichen
Alter entwachsen. Beruf, Studium oder Bundeswehr kamen zu ihrem Recht.
Zwar wurden weiterhin die traditionellen Wettkämpfe auf Stadt- und
Bezirksebene bestritten, jedoch hatte Aegir die dominierende Rolle verloren.
Unsere Damen legten ihren Ehrgeiz und ihr Können in die Gestaltung
des Synchronschwimmens und des Wasserballetts. Diese Gruppe hatte mit
ihren Darbietungen schon viel Beifall und manche Einladung erhalten. Der
männlichen Jugend diente sie als Vorbild für die Bildung eines
Balletts auf humoristischer Grundlage. Unter dem Namen "Chikago-Water-Plantschers"
gab es im Friedrichsbad zum Jahresausklang nun schon etliche Jahre eine
wohlgelungene Show, die ein Beweis war, wie sehr doch die fröhliche
Seite des Lebens - abseits von aller Rekordsucht -auch bei unserer Jugend
noch eine gute Resonanz hatte. Dies war und ist von jeher eine besondere
Stärke Aegirs.
50-jähriges Bestehen
Im Oktober 1958 beging der Schwimm-Club "Aegir" sein 50 jähriges
Bestehen. Am Sonnabend, dem 18. Oktober hatte "Aegir" zu einem
Jubiläumsschwimmfest ins Hauptbad Steeler Straße eingeladen.
Essens gute Schwimmstube, im Juli des gleichen Jahres neu erbaut, war
erstmals ausverkauft.
600 begeisterte Zuschauer sahen spannende Wettkämpfe. Westdeutsche
Spitzenklasse war am Start: Essen 06, Düsseldorf 09, Hamborn 38,
Gladbeck 13 und Blau-Weiß Bochum.
Trotz prächtiger Leistungen war dieser Vergleich nicht zu gewinnen,
der Gastgeber hielt sich bescheiden im hinteren Drittel.
"De Meeuven" aus Amsterdam, 25 junge Damen, bereicherten das
Programm mit kostümfreudigen Kunstschwimmvorführungen. Die Darbietungen
der Rheydter und Kölner Springer wirkten ohne Wettkampflast ungezwungen,
und die Zuschauer sahen mitunter bessere Sprünge als bei den Meisterschaften.
Das abschließende Wasserballspiel gewann der ehemalige Deutsche
Wasserballmeister "Rote Erde Hamm" mit 6:4 Toren gegen den amtierenden
Deutschen Meister "SV Duisburg 98".
Am Sonntag, dem 19. Oktober 1958 wurde - 13 Jahre nach Kriegsende - mit
einer Kranzniederlegung der gefallenen und vermißten Vereinsmitglieder
gedacht. Vierzehn Tage später traf sich die "Aegirfamilie"
zum großen Festball in den Räumen der "Casanova".
Unermüdliche Mitglieder des Schwimm-Clubs hatten mit viel Feiß,
Spürsinn und Liebe zahlreiche sportliche und andere Fakten der ersten
50 Jahre zusammengetragenund in ansprechender Form in einer Festschrift
dargelegt.
Unser größter Wunsch, das Freibad an der Nöggerathstraße
zum Jubiläum vollendet zu sehen, hatte sich nicht erfüllt. Es
sollte noch weitere 10 Jahre dauern, bis das Freibad West unseren Schwimmern
und der übrigen Bevölkerung erstmals zur Verfügung stand.
Die sechziger Jahre
Auf schwimmsportlichem Sektor meldeten wir uns im Jahre 1962 mit einer
neugebildeten Mannschaft wieder. Die Jugendlichen schwammen im Rahmen
des Mannschaftswettbewerbes "MWJ" sog. Schwellstaffeln (100
m -100 m - 200 m - 200 m -100 m - 100 m) über die Kraul- und Bruststrecken
sowie 4 x 100 m - Staffeln in den Disziplinen Rücken, Delphin und
Lagen. Unsere MWJ-Mannschaft erreichte nach vierjährigem Aufbau 1966
ihren Höhepunkt mit einem 2. Platz auf Bezirksebene hinter Essen
06.

Der Durchgang zur Deutschen Mannschschaftsmeisterschaft im März 1965
sah zwei Herren- und eine Damenmannschaft mit je vier Teilnehmern pro
Disziplin am Start, in Erinnerung gerufen seien Wettkämpfe wie das
Hugo-Grewatsch-Gedächtnisschwimmen oder verschiedene Clubkämpfe,
bei denen wir unsere mannschaftliche Geschlossenheit demonstrieren konnten.
Die begonnene sportliche Entwicklung wurde durch den unerwarteten Tod
unseres langjährigen Sportlichen Leiters und verantwortlichen Trainers,
Theo Kumpmann, jäh unterbrochen. Für Aegir war sein plötzlicher
Tod im Januar 1966, im blühenden Alter von 43 Jahren, ein schmerzlicher
Verlust, bedeutete doch ein großer Teil seines Lebens aktive Mitgliedschaft
im Schwimm-Club.

Wie wichtig der beständige Kontakt zu wenigen Bezugspersonen für
die Aufbauarbeit und Weiterentwicklung einer Mannschaft ist, zeigten die
nächsten Jahre. Mehrfache Wechsel im Vorstand und in der Technischen
Leitung führten den Schwimm-Club auf einen bis dahin nicht gekannten
Tiefpunkt. Diese Misere wurde durch den Verlust unserer Übungsstätte
noch verstärkt. Das Friedrichsbad wurde einer Generalüberholung
und Modernisierung unterzogen. Diese "Kur" dauerte 2 Jahre,
1967 bis 1969. Während dieser Zeit mußten wir uns mit dem Lehrschwimmbecken
Holsterhausen als Trainingsstätte begnügen.
Eröffnung des Freibades "West"
In der Zeit des sportlichen Niederganges erlebte die Aegir-Familie die
Erfüllung eines langgehegten Wunsches.
Am Freitag, dem 21. Juni 1968, 14 Jahre nach Abschluß des Pachtvertrages,
wurde das Freibad West eröffnet. Die Beharrlichkeit, unsere Eigenleistungen
mit Hacke und Schaufel und die zähen Verhandlungen des langjährigen
Vorsitzenden Wilhelm Tschirner mit der Stadt Essen hatten zu diesem Ziel
geführt. Allerdings konnte der Wunsch, ein vereinseigenes Freibad
zu besitzen, nicht erfüllt werden.

Oberbürgermeister Wilhelm Nieswandt, der in einer Feierstunde vor
mehreren tausend Bürgern das Freibad eröffnete, bekannte: "Ich
freue mich darüber, heute hierzu stehen und festzustellen, dass ich
mein Wort einlösen kann, das ich vor mehr als zwölf Jahren dem
Schwimm-Club Aegir gegeben habe. Ein Teil der Bürger sei skeptisch
eingestellt gewesen, weil man sich nicht habe vorstellen können,
dass auf diesem ehemaligen Trümmergelände eine so schöne
Erholungseinrichtung entstehen würde. Der starke Besuch heute nachmittag
ist jedoch ein Beweis dafür, dass inzwischen alle Ressentiments beseitigt
sind. Das neue Freibad West wurde dem Schwimm-Club Aegir gestern offiziell
zur Wartung und Betreuung übergeben. Ich bin sicher, dass diese Anlage
ein Schmuckstück bleiben wird. Dafür sorgt schon dieser Verein."

Mit einem bunten, sportlichen Programm, unter Beteiligung zahlreicher
Essener Schwimmvereine, unterstützt durch das Schönebecker Jugendblasorchester,
wurde diese Feierstunde gestaltet.
Die siebziger Jahre
Im Jahre 1973/74 begann der neu gewählte technische Leiter Heinz
Rekittke mit dem Aufbau einer jungen Mannschaft. Es waren Schülerinnen
und Schüler der Jahrgänge 1961 bis 1966 die zum größten
Teil noch heute die Wettkampfmannschaft bilden (Barbara Fox, Heike, Kirsten
und Sinje Zimmermann, Sabine Fischer, Britta und Dörte Kolberg,Heike
Otto, Andrea Vogel, Eva Wingendorf, Markus Fox, Frank Lippel, Dirk Philipp,
Markus Buch, Klaus Denkmann, Dieter Nickel und Olaf Tschech). Die traditionellen
Wettkämpfe auf Stadt- und Bezirksebene wurden 1974 noch von den Aktiven
der älteren Jahrgänge bestritten, während die neue Mannschaft
eiste Erfahrungen auf verschiedenen Nachwuchs-Schwimmfesten sammelte.
Frank Lippel (Jahrgang 1964) erreichte 1975 bei einem solchen Nachwuchs-Schwimmfest
in Witten über 100 m Rücken in 1:26,9 min. den Sieg in seiner
Altersklasse. Diese Leistung empfahl ihn zur Teilnahme bei den Westdeutschen-
und Deutschen Jahrgangsmeisterschaften.
Andre Haus (Jahrgang 1959) schwamm im gleichen Jahr mit 0:59,6 über
100 m Kraul unter der Minutengrenze. Heinz Küsters hatte dies neun
Jahre zuvor erstmals in der Vereinsgeschichte erreicht. Heute, im Jahre
1983, steht der Vereinsrekord über 100 m Freistil auf 0:56,9 min
und neun Aktive haben inzwischen die Minutengrenze unterboten.
Die stetige Aufbauarbeit auch unter Ausnutzung gewisser Vorrechte im
Freibad West, sowie einer Übungsmöglichkeit in der Turnhalle
an der Treitschkestraße zahlten sich aus. Im Jahre 1977 konnte erstmals
bei den Wettbewerben zu den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS)
eine Damenmannschaft gemeldet werden, der zehn Schwimmerinnen angehörten.
Während des erfolgreichen Aufbaus der Wettkampfmannschaft, insbesondere
einer geschlossenen Damenmannschaft, wurde Wasserball beim SC Aegir Essen
zu einem Mauerblümchen.
Die Trainingsbedingungen für unsere Leistungsträger verbesserten
sich noch einmal, als am 6. Dezember 1975 das Leistungszentrum in Essen-Rüttenscheid
eröffnet wurde. Den Essener Schulen und Vereinen stand nun endlich
eine trainingsgerechte 50 m-Bahn in der Halle zur Verfügung. Gleichzeitig
wuchs aber auch unsere Verpflichtung durch nachweisbare gute Leistungen
bei der Übungsstundenverteilung ein ausreichendes Trainingsangebot
zu erhalten.
Im Jahre 1977 war es nach langer Zeit wieder einmal möglich, für
alle vier Schwimmlagen auf den 100 m-Strecken eine 10-Bestenliste aufzustellen.
Damit war, wie so oft in den vergangenen Jahrzehnten, nach Höhen
und Tiefen, wieder eine schlagkräftige Mannschaft entstanden. Sehr
erfreulich, dass sich diese Feststellung im besonderen Maße auf
unsere Damen übertragen ließ. Sie waren bei Schwimmfesten und
Clubkämpfen tonangebend.
Diese Mannschaft war unter ihrem Trainer, Heinz Rekittke, zusammengewachsen.
Wenn gleich eine Person allein keine Aktivengruppe ausschließlich
zusammenhalten kann, so gebührt ihm doch ein maßgeblicher Anteil
am erfolgreichen Aufbau. Die Jugendlichen selbst taten ihr Teil dazu.
Sie waren auch außerhalb der Übungsstunden aktiv. Ein sichtbarer
Beweis für solche Gemeinschaftsarbeit war den Vereinsmitgliedern
das Erscheinen einer Vereinszeitschrift im Jahre 1976.
Eine weitere Leistungssteigerung brachte uns, nachdem durch die Sparte
Schwimmen im Stadtverband für Leibesübungen aufgestellten Verteilungsschlüssel,
einen Zuwachs an Übungsstunden. So waren z. B. jeden Dienstag die
Bäder in Borbeck, Rüttenscheid und das Friedrichsbad zu belegen.
Unsere Damen konnten sich trotz verschärfter Punktetabelle des DSV
in den Jahren 1978/ 79 erheblich gegenüber den Vorjahren steigern.
Barbara Fox gelang es laufend die Vereinsrekorde auf den verschiedenen
Strecken zu verbessern, während ihr Bruder Markus den längst
fälligen Vereinsrekord von 1956 über 100 m Brust mit 1:14,6
Min. auslöschen konnte. Diese Leistung, erzielt bei den Stadtmeisterschaften
im Hauptbad, bedeutete den 4. Platz in Essen.
Im Jahre 1979 konnten wir im Lehrschwimmbecken Holsterhausen keine Übungsstunde
erhalten, so dass wir unsere traditionelle Nicht-Schwimmer-Ausbildung
stark reduzieren mußten. Die Herrenmannschaft verfehlte bei den
DMS-Wettbewerben im gleichen Jahr nur knapp den Aufstieg in die Landesliga.
Bei den regelmäßig zum Ende eines Jahres stattfindenden Vereinsmeisterschaften
gehen gut 50 Teilnehmer (Damen und Herren gemeinsam) an den Start. Dominierend
waren hierbei in den letzten Jahren Barbara Fox (Titelträgerin in
fünf aufeinanderfolgenden Jahren) und Frank Lippel (vierfacher Titelträger).
Seit dem Jahre 1981 steht der SC Aegir in Essen auf dem schwimmsportlichen
Sektor auf dem dritten Platz, nach SV Essen 06 und Polizei SV. Hierbei
muß beachtet werden, dass die beiden vorgenannten Vereine zur Westdeutschen
Spitzenklasse gehören und z. T. Kaderleute für die Nationalmannschaft
stellen. Dieser dritte Platz ist u. a. auch auf die Eingliederung ehemaliger
Aktiver des SV Borbeck zurückzuführen, die sich sportlich und
kameradschaftlich ausgezeichnet eingeführt haben (Manfred Zey, Youssef
Farghaly, Karin Jeusfeld, Jürgen Pfaff und Kirsten Kindsgrab). Eine
zusätzliche Verstärkung bekamen wir durch Birgit Clemens vom
PSV Essen.
Das Schwimmtraining findet an fünf Wochentagen in verschiedenen
Bädern statt. Ohne bewährte und sachkundige Mitarbeiter im technischen
Stab sind solche Aufgaben nicht mehr zu bewältigen. Gut 50 Aktive
haben bei den Wettbewerben auf Stadt- und Bezirksebene die geforderten
Pflichtzeiten ihres Jahrgangs erreicht und auf diese Weise Übungsstundenanteile
gesammelt. Es steht zu hoffen, dass durch die gute Kameradschaft untereinander
diese Gruppe ihrem Trainer auch in den nächsten Jahren noch erhalten
bleibt.

Rückblick
Wir haben den Versuch unternomnen, 75 Jahre Vereinsgeschichte zusammenfassend
darzustellen. Dabei waren wir auf unterschiedliche Quellen angewiesen.
Private Unterlagen, alte Fotos und Urkunden, gesammelte Zeitungsausschnitte,
mündliche Mitteilungen und z. T. Erinnerungen aus dem eigenen Erleben
bildeten die Grundlage der Aufzeichnungen, die jedoch die Vereinsgeschichte
nicht lückenlos wiedergeben können. Immer wieder sind Aufwärts-
und Abwärtsbewegungen im sportlichen und organisatorischen Bereich
zu erkennen. Die Vergangenheit zeigte, dass persönliche Kontakte
engagierter Mitglieder, die Freundschaften der Aktiven und der richtige
Umgangston untereinander der Nährboden erfolgreicher Arbeit war und
ist. Freilich sind ohne Fleiß und Idealismus auch heute keine derartigen
Leistungen zu erzielen, wie wir sie z. B. in den letzten 10 Jahren beobachten
konnten. Entscheidend beeinflußt von wenigen, aber nach gemeinsamer
Meinungsbildung im Team, getragen von vielen sind die letzten erfolgreichen
Jahre bewältigt worden. Dies gilt uneingeschränkt für alle
Bereiche des Vereinslebens.
Wir wünschen uns, dass die engagierten Mitglieder im SC Aegir Essen
nicht rar werden und das Vereinsschiff die nächsten 25 Jahre gut
überstehen wird.
|